Märkische Oderzeitung / 2. Juni 2003
Jazz in E. soll weitaus mehr, als nur gute Musik vorstellen. Das
mittlerweile traditionelle Ereignis knüpfte in seiner Anfangsphase
an eine Jazzreihe Mitte der 80er Jahre an. Jetzt lockt das durch
das Begegnungszentrum organisierte Ereignis bekannte Namen der
Jazzszene und holt neue Stimmen auf die Bühne. Paul Lovens schätzt
an den Eberswalder Jazztagen die besondere Atmosphäre: "Hier
liefert nicht jeder nur sein Ding ab. Man ist dem Publikum so nah
wie in einem kleinen Jazzclub. Das ist wie im Nahkampf", erklärt
der Jazzmusiker. Eine bessere Bezeichnung fand auch Matthias
Creutziger nicht. Der Theater- und Jazzfotograf ist das erste Mal
Gast der Eberswalder Jazztage. "Udo Muszynski hat mich
angesprochen. Da hab ich die 700 Kilometer von Ludwigshafen nach
Eberswalde auf mich genommen, um hier ein paar meiner Fotos
auszustellen." In der Galerie Nocturne sind bis zum 27. Juni 20
Schwarz-Weiß-Aufnahmen von internationalen Jazzgrößen zu sehen.
Matthias Creutziger fotografiert ausschließlich auf Konzerten. So
werden das Intensive der Improvisationskunst und die Charaktere der
Jazzmusiker eingefangen. Nach Eberswalde würde er gerne wieder
kommen.
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